Search And Rescue for All Humans


SAR aH gemeinnützigeUG (haftungsbeschränkt) steht für „Search and Rescue for all Humans“. Der Name ist bei uns Programm.

Wir stehen dafür ein, dass kein Mensch in Not alleine gelassen werden darf. Wir wollen Menschenleben im Mittelmeer retten.

Immer noch ist die Fluchtroute über das Mittelmeer der tödlichste und gefährlichste Weg Richtung Europa. An dieser europäischen Außengrenze sterben seit vielen Jahren Menschen und niemand will die Verantwortung übernehmen. Europa schottet sich ab und übernimmt weder politisch noch humanitär Verantwortung.

Nach der Einstellung der „Operation Sophia“ geschieht das Sterben im Mittelmeer nun fast ohne Beobachter*Innen und in diesen Tagen mit immer geringerer medialer Aufmerksamkeit.

Das wollen wir nicht untätig hinnehmen.

Wir verfolgen den humanitären Ansatz, dass kein Mensch auf der Flucht über das Mittelmeer ertrinken soll. Unter expliziter Beachtung der Genfer Flüchtlingskonvention Art. 33 Abs. 1 darf zudem niemand in ein Land zurückgebracht werden in dem das Leben oder die Gesundheit der flüchtenden Person bedroht ist. Das heißt wir sind strikt gegen eine Rückführung nach Libyen.

Gegründet wurde die SAR aH gUG Anfang 2020 und arbeitet aktuell an der Beschaffung eines hochseetauglichen Schiffes. Gründungsmitglieder und Unterstützer*innen waren seit dem Jahr 2016 an der Seenotrettung von ca. 3500 Menschen im Mittelmeer beteiligt und engagieren sich zudem in einem breiteren zivilgesellschaftlichen Kontext. Diese Erfahrungen fließen selbstverständlich in unsere Arbeit ein.

Wir laden Sie herzlich ein, sich auf unserer Seite über die aktuellen Ereignisse im Mittelmeer zu informieren und uns tatkräftig zu unterstützen.

Seenotrettung ist kein Verbrechen, sondern Pflicht!

Wir erachten es als selbstverständlich, dass kein Mensch bei der Flucht über das Mittelmeer ertrinken und nicht durch illegale push-backs von der sogenannten libyschen Küstenwache in das Bürgerkriegsland Libyen zurückgebracht werden darf. Mit dieser tiefen Grundüberzeugung stehen wir mit geltendem, internationalem Recht in Einklang. Das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen verpflichtet zur Rettung von in Seenot geratenen Personen und kein Mensch darf nach der Genfer Flüchtlingskonvention in ein Land gebracht werden, in dem die Gesundheit oder das Leben der Person gefährdet ist.

Die Würde eines jeden Menschen ist unantastbar und Seenotrettung ist Pflicht!

Solange die Mitgliedsstaaten der EU ihren politischen Kurs der Abschreckung und Abschottung weiter verfolgen, muss die Zivilgesellschaft die Rechte und die Würde geflüchteter Menschen schützen und damit die grundlegenden Werte der Humanität und Solidarität verteidigen.

Wir haben eine Vision und sind damit Teil der zivilgesellschaftlichen und solidarischen Antwort.

Unsere Vision hat einen Namen: SARAH.

SARAH wird als neu gebautes, schnelles und reichweitenstarkes Schiff die Anzahl der zivilen Seenotrettungsschiffe nicht nur vergrößern, sondern die Einsatzstärke erhöhen.

Unser Schiff wird

  1. unter deutscher Flagge fahren
  2. schnell sein, um die Zeit zwischen erster Meldung eines Seenotfalles und unserem Eintreffen zu minimieren
  3. reichweitenstark sein durch große Diesel- und Wassertanks, sodass eine kontinuierliche Einsatzdauer von mindestens drei Wochen am Stück gewährleistet ist
  4. optimal ausgestattet sein mit den notwendigen Rettungsmitteln und medizinischen Materialien zur Erst- und Dauerversorgung von aufgenommenen Gästen
  5. modern sein, um die optimale Versorgung der aus Seenot geretteten Menschen zu gewährleisten und lange Werftzeiten aufgrund von Reparatur- und Instandsetzungsmaßnahmen zu vermeiden
  6. von möglichst vielen Personen mit SBF See, SKS, SSS und SHS beherrschbar sein zur fachkundigen Unterstützung der hauptamtlichen Seeleute
  7. mit der Minimalbesetzung an hauptberuflichen Seeleuten fahren

Die Konsequenz daraus ist

  1. SARAH ist ein neu gebautes Schiff nach dem Layout einer Motoryacht. Die neu erlassene Schiffssicherheitsverordnung des deutschen Verkehrsministeriums zwingt bereits operative Seenotrettungsschiffe zu kostenintensiven Umbaumaßnahmen. In den Bauplänen für SARAH sind die Maßgaben der Schiffssicherheitsverordnung bereits bedacht. SARAH ist 23,99 Meter lang mit zusätzlicher RHIB-Plattform am Heck mit 2,7 Meter Länge, die Breite beträgt 6,95 Meter. Zudem ist die Bruttoraumzahl kleiner als 100 Tonnen. Damit ist SARAH ein Sportboot, das die Auflagen für ein Schiffssicherheitszeugnis erfüllt.
  2. Die Reichweite beträgt bei 13 Knoten Marschgeschwindigkeit 4000 Seemeilen. Bei maximaler Geschwindigkeit von 20 Knoten soll die Reichweite immer noch etwa 2600 Seemeilen betragen. Dadurch können wir einen gemeldeten Seenotfall schnell erreichen und die Menschen aus Seenot retten. Wir verringern damit außerdem signifikant die Zahl der Menschen, die illegal von der sogenannten libyschen Küstenwache in ein Bürgerkriegsland zurück geschleppt werden.
  3. SARAH wird als Motoryacht viele Vorteile mit sich bringen. Das Oberdeck ist gleichzeitig festes Dach für das Hauptdeck bis zum Heck. Sowohl das Oberdeck als auch das hintere Hauptdeck können mit Bimini-Verdecken wetterfest verschlossen werden. Dies bietet geschützten Platz für mindestens 120 Menschen. Zusätzlich ist im Decksaufbau auf der Höhe des Hauptdecks ein Schutzraum für 12 Frauen und Kinder eingebaut. Durch die Breite des Schiffes ist es dennoch sehr hochseetüchtig und stabil.
  4. Durch den “Emergency-Medical-Room” (EMR) im Unterdeck ist eine schnelle medizinische Versorgung gewährleistet. Der EMR ist über die RHIB-Plattform durch die Ausrüstungs- und Heckgarage eben zu erreichen. Für die dauerhafte medizinische Versorgung ist ein „Daily-Medical-Room“ auf dem Hauptdeck konzipiert.
  5. Mehrere Waschräume, ausgerüstet mit WC, Waschbecken und Dusche, für gerettete Menschen, eine zweite Küche sowie ein Wassertank mit großer Salzwasseraufbereitungsanlage ermöglichen die Versorgung und Unterbringung Schiffbrüchiger über mehrere Tage hinweg.
  6. SARAH stellt den “Missing Link” zwischen anderen Seenotrettungsorganisationen und geretteten Menschen dar. Sie kann schnell am Einsatzort sein, Menschen retten und sie bis zum Eintreffen eines größeren NGO-Schiffes versorgen. Nach einer sicheren Übergabe der geretteten Menschen an das größere Schiff kann SARAH sofort zum nächsten Einsatz eilen. SARAH kann aber auch als Rettungsschiff mit 130 bis 150 Menschen an Bord die Reise nach Norden zum nächsten sicheren Hafen antreten.
  7. Durch die Maße eines Sportbootes beträgt das Jahresbudget nach unserer Planung etwa 360.000 Euro, die Kosten einer einzelnen Mission betragen circa 40.000 Euro.

Um unsere Vision von SARAH Wirklichkeit werden zu lassen, sind wir auf deine Spende angewiesen!

Nähere Informationen und unsere Verpflichtung zu Transparenz gegenüber unseren Spender:innen findest du in unserem Gesellschaftsvertrag.


Auf diesem Holzboot sind ca. 45 Personen. Mit SARAH können wir sie mühelos abbergen und zu einem sicheren Hafen bringen.

Allgemeine Anforderungen

Namen & Gesichter

Thomas

Geschäftsführung

JAHRGANG 1966, TECHN. BACKGROUND (DIPL. ING. FH)

Seit 2016 bis heute war ich auf sieben Missionen auf dem Mittelmeer als Skipper oder „Head of Mission“ für Sea-Eye e.V. und Mission Lifeline e.V.. Auf diesen Missionen habe ich zusammen mit den Crews, zu denen auch Olaf, Markus, Cora und Felix gehörten, ca. 3000 Menschen aus Seenot gerettet.

Olaf

Fundraising

JAHRGANG 1965, DIPL. ING. ARCHITEKT

Seit 2017 bis Heute 2 Missionen auf See als Rettungsleiter und RHIB-Fahrer, bis Heute ca. 1500 Menschen aus Seenot gerettet (natürlich mit meinen jeweiligen Crews zusammen! u.a. Thomas, Markus, Cora, Felix). Bei der SAR aH gUG bin ich Gesellschafter und Fundraiser.

Markus

NGO-Koordination

JAHRGANG 1982, M.Sc.

Seit 2017 war ich auf zwei Missionen für Sea-Eye e.V. als Decksmanager und Teil der RHIB-Crew auf dem Mittelmeer. Außerdem war ich nach der Festsetzung der Lifeline im August 2018 drei Wochen auf dem Schiff als Field-Media-Coordinator aktiv. Bei SARAH bin ich zuständig für die NGO-Koordination.

Eva

Fundraising, stellvertretende Geschäftsführung

JAHRGANG 1963, Dr. rer. nat.

Seit Anfang 2016 bin ich in der privaten Seenotrettung aktiv. In insgesamt 4 Missionen (SEA-EYE, Lifeboat, RESQSHIP) habe ich, mit meinem jeweiligen Team, mehr als 600 Menschen aus Seenot gerettet. Ich war Teil der RHIB-Crew und Co-Skipperin. Nachdem wir operativ tätig sind werde ich das Crewmanagement übernehmen und Teil der Einsatzleitung sein.

Felix

Fundraising

JAHRGANG 1993, RETTUNGSASSISTENT, MEDIZINSTUDENT

Seit 2017 engagiere ich mich in der zivilen Seenotrettung und war auf einer Mission als Paramedic, also verantwortlich für die medizinische Versorgung unserer Gäste. Außerdem habe ich viele Werftstunden auf der Lifeline verbracht. Auf der Mission auf der Sea-Eye habe ich zusammen mit meiner Crew ca. 400 Menschen aus Seenot gerettet.

Handan

Social Media

Jahrgang 1995, Sozialarbeiterin

Ich war als Freiwillige auf Lesbos, 2019 im Pikpa Camp und als Spotterin an der Küste. Als Sozialarbeiterin arbeite ich mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten in Frankfurt/Berlin und unterstütze SARAH auf unseren Social-Media-Kanälen.

Ferdinand

IT-Beauftragter

Ich bin erst seit kurzem bei SARAH dabei. Ich unterstütze unser Team als ITler und bin deshalb vor allem in unserem Social Media Bereich aktiv. SAR Erfahrung habe ich noch keine, sondern setzte mich vor allem in meiner Funktion als Lokalpolitiker für das Thema Seenotrettung ein.

James

Webentwicklung / Grafikdesign

Jahrgang 1984, Tourismus & Eventmanagement B.A.

Als Landliebhaber war ich selbst noch nie auf einem Schiff. Ich nutze meine Talente im Bereich Webentwicklung & -design, um unser Team zu unterstützen.

Veranstaltungen

02Nov19:3021:00Flucht – Seenotrettung – Sicherer Hafen KonstanzWolkensteinsaal19:30 - 21:00 Wolkensteinsaal Veranstalter: Seebrücke Konstanz

Veranstaltungsdetails

Die „Konstanzer Seebrücke – schafft sichere Häfen“ hat interessante Gäste rund um die Themen „Flucht, Seenotrettung und Sicherer Hafen Konstanz“ geladen. Stadt und Landkreis Konstanz sind Mitglieder im bundesweiten Bündnis „Sicherer Häfen“ und unterstützen mit Patenschaften die zivile Seenotrettung.
Die Konstanzer Seebrücke veranstaltet ein moderiertes Gespräch mit zwei geretteten Geflüchteten, die inzwischen Schutz im Landkreis Konstanz gefunden haben und Thomas Nuding, Seenotretter auf dem zivilen Rettungsschiff „Sea-eye“ und Gründer von sarah-seenotrettung.org
Die aus Nigeria Geflüchteten leben seit rund zwanzig Monaten in Konstanz und Engen und wurden im April 2019 vom zivilen Rettungsschiff „Alan Kurdi“ mit über 60 anderen Geflüchteten auf dem Mittelmeer aus einem überfüllten Schlauchboot gerettet. Sie berichten über ihre Rettung, die schlimmen Verhältnisse in libyschen Asylgefängnissen und ihr Ankommen in Konstanz sowie die Hoffnungen auf eine Zukunft ihrer jungen Leben.
Thomas Nuding berichtet über die Rettungsmissionen und diskutiert auf dem Podium und mit dem Publikum über die aktuelle Situation für Geflüchtete in Libyen, in Griechenland und auf dem Mittelmeer.
Aufgrund der aktuellen Situation ist die Teilnehmenden-Zahl begrenzt. Deswegen bitten wir um eine vorherige Anmeldung mit Namen und Telefonnummer an: konstanz@seebruecke.org. Der Wolkensteinsaal ist ausschließlich mit Mund-Nasen-Bedeckung zu betreten oder mit entsprechendem ärztlichen Attest, dass das Tragen von Mundschutz aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist. Wir bitten darum ausreichend Zeit vor der Veranstaltung für den Einlass einzuplanen, damit wir pünktlich um 19.30 Uhr beginnen können.

Datum

Montag Nov 2 - Montag Nov 2

Ort

Wolkensteinsaal

Veranstalter

Seebrücke Konstanz

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VERANSTALTUNG EINTRAGEN

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100 €

helfen bei der medizinischen Versorgung von 1 Passagier

,00 €
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